Gegen die Militarisierung unserer Gesellschaft – Aufruf zur Unterstützung des Schulstreiks gegen die Wehrpflicht

Marode Schulen, Abbau von Industriearbeitsplätzen, Mieten werden ins Unermessliche erhöht, der Klimawandel ignoriert, und an einen möglichen zukünftigen Rentenanspruch ist gar nicht zu denken – und dann noch verpflichtender Dienst an der Waffe! Die Politik der Bundesregierung ist blanker Hohn und voller Missgunst gegenüber jungen Menschen.

"In Schulen und auf Ausbildungsmessen präsentiert sich die Bundeswehr mit aufwendigem und teurem Marketing, welches die Realität militärischer Einsätze systematisch ausblendet: Töten und Getötetwerden, posttraumatische Belastungsstörungen, Auslandseinsätze in völkerrechtlich fragwürdigen Kriegen – und alles auf dem Rücken der jungen Generationen!“, so Lisa Künster, Vorstandsmitglied Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn. „Nicht mit uns! Deswegen unterstützen wir den kommenden Schulstreik gegen die Wehrpflicht!“

„Bezeichnend ist auch, dass die Regierung Merz die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas ausbauen möchte. Dabei zeigen die aktuellen Kriege, dass sich die Kriegsführung durch Drohnentechnik und K.I. grundlegend geändert hat.“, ergänzt Moritz Bartsch, Co-Sprecher des Bezirksverbands. „Die Milliarden des Sondervermögens werden so zum Konjunkturprogramm für die Rüstungsindustrie – und die Idee des verpflichtenden Wehrdienstes wirkt, wie die Politik von Herr Merz so häufig, reaktionär und aus der Zeit gefallen, wie ein Relikt aus den 80er Jahren.“

Deshalb haben bereits Tausende Kriegsdienstverweigerung beantragt, und Schüler*innen in über 100 Städten rufen zu Schulstreiks auf – für ein selbstbestimmtes, friedliches Leben und Investitionen in Bildung.

Wir zeigen uns solidarisch. Daher ruft Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn zur Unterstützung des kommenden Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, am Freitag den 08.05 um 10:00 Uhr, am Hauptbahnhof in Koblenz, auf.

Hört die Stimmen der jungen Generationen!

“Selbstbestimmung statt Stellenabbau!”

Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn ruft zum 1. Mai auf

Die Merz-Regierung greift die über Jahrzehnte erkämpften Rechte der Arbeiter*innenbewegung an. Union und SPD wollen die Arbeitszeiten ausweiten, Feiertage streichen und Überstunden für Unternehmen billiger machen. Sozialleistungen werden gestrichen, Mieten werden erhöht und Energie- und Lebensmittelpreise explodieren. Während Milliarden in Panzer und Kampfflugzeuge fließen, wird beim Sozialstaat gekürzt - und das bedeutet mehr Stress, weniger Freizeit, schlechtere Lebensbedingungen und ein weniger selbstbestimmtes Leben für uns alle. “Wir sagen: Schluss damit! Am 1. Mai gehen wir auf die Straße für Löhne, die zum Leben reichen und eine soziale Absicherung, die diesen Namen verdient.” so Annette Vollmar, Mitorganisatorin des Linken-Standes. 

Auch der Blick auf die Industrie in Koblenz verheißt nichts Gutes: Hunderte Industriearbeitsplätze sollen abgebaut oder wurden schon in den letzten Monaten in Koblenz bei ZF, Canyon, Novelis sowie Stabilus abgebaut. Wir kritisieren diese Pläne aufs Schärfste und solidarisieren uns mit den Belegschaften und Betriebsräten in ihren Forderungen und Maßnahmen gegen den Stellenabbau. “Wir sind erfreut über die den Umständen entsprechend guten Ergebnissen, die die IG Metall und Betriebsräte schon in Verhandlungen erzielen konnten und wünschen weiterhin viel Erfolg!” so Moritz Bartsch, Co-Sprecher Die Linke / Rhein-Lahn. 

Ein Charakterzug des kapitalistischen Systems ist, dass Entscheidungen in Unternehmen grundsätzlich von oben nach unten entschieden werden. Betriebsräte und Gewerkschaften können zwar darauf reagieren, doch es braucht ein grundsätzliches Umdenken, welches die Machtverhältnisse umkehrt. Bartsch erklärt weiter: “Nur wenn Entscheidungen in Unternehmen und an Arbeitsplätzen selbstbestimmt von den Arbeiter*innen getroffen werden, kann Stellenabbau, wie er derzeit bei ZF, Canyon, Novelis und Stabilus in Koblenz stattfindet, grundsätzlich verhindert werden.” 

Unter dem Motto "Selbstbestimmung statt Stellenabbau!” nehmen wir daher an der DGB-Demo in Koblenz teil und laden alle ein ab 11 Uhr mit uns an unserem Stand an der Esther-Bejarano-Straße ins Gespräch zu kommen.

Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht – Mietenpolitische Veranstaltung mit Caren Lay

Der Bezirksverband Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn lädt herzlich zu einer öffentlichen mietenpolitischen Veranstaltung mit der Bundestagsabgeordneten Caren Lay am 11. März im Circus Maximus ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum gesichert und Mieterinnen und Mieter wirksam vor überhöhten Mieten geschützt werden können. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, Einlass ist ab 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mieten werden vielerorts rasant erhöht, immer mehr Menschen sorgen sich um ihre Wohnung. Gleichzeitig fallen Sozialbindungen weg und bezahlbarer Wohnraum wird zunehmend zur Mangelware. Zusätzlich drängt der Klimawandel zur ökologischen Transformation unserer Städte. 

Diese, und weitere Themen, werden auf der Bühne von Caren Lay (Fraktion Die Linke im Bundestag), Oliver Antpöhler-Zwiernik (Stadtrat Koblenz, Die Linke), Nils Kiessling (Mitglied des Umweltausschusses Stadt Koblenz, Die Linke) und Christine Holzing (Gemeinsam Wohnen in der Region Koblenz e.V.) diskutiert werden.

Auf die Veranstaltung freut sich auch Julia-C. Stange, die den rheinlandpfälzischen Landesverband im Bundestag vertritt und die mit einem Grußwort die Veranstaltung eröffnen wird. Moderiert wird der Abend von Moritz Bartsch, Co-Sprecher der Linken Koblenz / Rhein-Lahn und Ann-Kathrin Brings, Direktkandidatin Wahlkreis 7, Die Linke.

Die Linke-Politiker*innen freuen sich auf einen regen Austausch sowohl untereinander als auch mit den anwesenden Bürger*innen. „Der Besuch von Caren Lay bietet uns die Gelegenheit die mieten- und wohnpolitische Situation in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland zu beleuchten. Denn die aktuelle Situation ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde politisch herbeigeführt. Das Gute ist, es gibt Möglichkeiten dem entgegen zu wirken und Mieter*innen effektiv zu schützen und zu entlasten“, so Moritz Bartsch, Co-Sprecher der Linken in Koblenz / Rhein-Lahn.

Im Anschluss an das Gespräch wird die Runde auch für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Die Veranstaltung richtet sich an junge Menschen, Mieterinnen und Mieter, Initiativen und Vereine, sowie alle interessierten Bürger*innen.

 

 

 

Termin: 11.03.2026
Einlass: 18 Uhr
Beginn: 19 Uhr
Ort: Circus Maximus
         Stegemannstraße 30
         56068 Koblenz

Freiheitlich-demokratisches Denken und Antifaschismus verteidigen – Ausstellung zum Thema „Berufsverbote“

Die GEW[1] Rheinland-Pfalz, Die Linke Bezirksverband Koblenz/Rhein-Lahn und die VVN[2] Koblenz bieten ab dem 28.02.2026 eine Ausstellung zum Thema „Berufsverbote“ im Koblenzer Haus Metternich an. Diese soll die Gelegenheit bieten, sich mit deren Geschichte und den derzeitig erneut verschärften Bedingungen für die Einstellung in den öffentlichen Dienst zu beschäftigen.

Am Eröffnungstag, 28.02., 17:30 Uhr, berichten zwei Betroffene, Benjamin Ruß und Kuno Füssel, von den Repressionen, die sie aufgrund ihrer linkspolitischen Tätigkeiten zu erdulden hatten und haben. Die Ausstellung ist in der Folge täglich ab 15:00 Uhr im Haus Metternich zu sehen. Zum Abschluss der Ausstellungswoche (07.03., 16:00) präsentiert der Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr seine Reportage „Jagd auf Verfassungsfeinde“ und steht anschließend für Diskussionen zur Verfügung. 

Die Veranstalterorganisationen möchten damit auf eine gefährliche gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam machen:   

Im Vergleich zu anderen Ländern mögen in Deutschland auf den ersten Blick noch recht viele zivilgesellschaftliche und linkspolitische Handlungsspielräume existieren. Doch auch diese werden zunehmend beeinträchtigt. Organisationen, die sich im linkspolitischen Spektrum für Antirassismus, für eine gerechtere, solidarischere, einfach bessere Welt einsetzen, geraten immer häufiger unter Druck und das nicht nur vonseiten rechtsextremer Kräfte: Streichen von Fördergeldern, Aberkennung von Gemeinnützigkeit, Unterstellung von Gewaltbereitschaft, Einschüchterungen aufgrund angeblicher Neutralitätsgebote, Fehlverhalten einzelner Polizist:innen… und nun auch - wieder -  die Gefährdung des Arbeits- oder Ausbildungsplatzes. Die rheinlandpfälzische Landesregierung reiht sich mit der im Sommer 2025 beschlossenen Verschärfung der Regelabfrage zur Verfassungstreue in die unrühmliche Aufzählung ein. Der Verfassungsschutz hat hierzu Organisationen zusammengestellt, welche in seinen Augen mit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst unvereinbar sind. Durch diese Auflistung harm- und gewaltloser linker Organisationen, die in einem Atemzug mit verbotenen Gruppierungen wie „Combat 18“ oder „Blood and Honour“ genannt werden, werden Menschen eingeschüchtert, die doch gerade gegen Strömungen antreten, welche unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung angreifen. 

Damit wird gleichzeitig der Kampf gegen eine demokratie- und freiheitsvernichtende Rechte lahmgelegt und Meinungsvielfalt in Gefahr gebracht. 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Bundesarbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte statt.

 

Pressemitteilung GEW RLP,

Die Linke Koblenz/Rhein-Lahn,

VVN Koblenz 

 


[1] Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 

[2] Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

Heidi Reichinnek am 11. Februar in Koblenz

Die Linke-Politikerin Heidi Reichinnek wird am 11. Februar 2026 in Koblenz erwartet. Die Linke Rheinland-Pfalz lädt gemeinsam mit dem Bezirksverband Koblenz / Rhein-Lahn zu einer Veranstaltung um 18:00 Uhr in das Odeon-Kino ein. Der Eintritt ist frei, beginnt um 17 Uhr und ist auf ca. 310 Menschen beschränkt. Die Veranstaltung wird auch live über den Youtube-Kanal der Linken Rheinland-Pfalz gestreamt. 

Gemeinsam mit Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin der Linken für die anstehende Landtagswahl am 22. März, wird sich Heidi Reichinnek den Fragen der Direktkandidierenden der Linken aus der Region, Ann-Kathrin Brings, Val Weitzel und Daniel Steinhauser, stellen. Auch das Publikum darf sich in einer offenen Fragerunde beteiligen sowie vorab Fragen an Heidi Reichinnek stellen, die an dialog@die-linke-rlp.de gerichtet werden können (Name, Ort, Alter können gerne angegeben werden). 

Auf die Veranstaltung freut sich auch Julia-C. Stange, die den rheinlandpfälzischen Landesverband im Bundestag vertritt und die mit einem Grußwort die Veranstaltung eröffnen wird. Durch den Abend moderieren werden Moritz Bartsch, Co-Sprecher der Linken Koblenz / Rhein-Lahn und Lin Lindner, Vorstandsmitglied der Linken RLP. 

Die Linke-Politikerinnen freuen sich auf einen regen Austausch sowohl untereinander als auch mit den anwesenden Bürger*innen. „Der Besuch von Heidi, Julia und Rebecca bietet eine einmalige Gelegenheit, sich mit aktuellen linken Forderungen auseinanderzusetzen, die auf soziale Gerechtigkeit und eine zukunftsfähige Politik abzielen, z.B. bezahlbaren Wohnraum und eine solidarische Gesundheitsversorgung, die wieder in öffentliche Hand kommt. Die Linke ist außerdem die einzige Partei, die konsequent für Pressemitteilung Die Linke Bezirksverband Koblenz / Rhein-Lahn Postfach 33012 - 56045 Koblenz sprecherinnenrat@die-linke-koblenz.de - www.die-linke-koblenz-rheinlahn.de eine international ausgerichtete Solidarität eintritt“, so Moritz Bartsch, Co-Sprecher der Linken in Koblenz / Rhein-Lahn. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – am Ende der Veranstaltung wird es zudem die Möglichkeit geben, mit Heidi ein Selfie zu machen“, ergänzt Moritz Bartsch. 

Heidi Reichinnek in Koblenz 
Mi, 11.02., Einlass 17 Uhr, 
Beginn 18 Uhr Odeon-Kino, Löhrstraße 88, Koblenz Teilweise barrierefrei 

Kontakt: dialog@die-linke-rlp.de, www.die-linke-rlp.de

27. Januar – Erinnern heißt handeln

Zum Gedenktag am 27. Januar erinnert Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn an die Millionen Opfer des
Nationalsozialismus. Wir gedenken der sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden sowie der
Sintizze und Romnja, der politischen Verfolgten, der Menschen mit Behinderungen, der queeren
Opfer, der Zwangsarbeiter*innen und all jener, die dem menschenverachtenden Terror des NS-Regimes
zum Opfer fielen.

Der 27. Januar mahnt uns: Erinnern darf niemals folgenlos bleiben. Das Gedenken an die Verbrechen
des Nationalsozialismus verpflichtet uns, jeder Form von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus,
Homo- und Transfeindlichkeit sowie rechter Gewalt entschlossen entgegenzutreten – heute und in
Zukunft.

Angesichts des Erstarkens rechter und rechtsextremer Kräfte in Deutschland und der Welt ist diese
Verantwortung dringlicher denn je. Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn stellt sich entschieden gegen
Geschichtsrevisionismus, Verharmlosung der NS-Verbrechen und jede Relativierung des Holocaust.
„Erinnerungskultur bedeutet für uns nicht nur Rückblick, sondern aktives politisches Handeln für eine
solidarische, antifaschistische und demokratische Gesellschaft“, so Moritz Bartsch, Co-Sprecher des
Bezirksverbandes.

Um das Gedenken sichtbar mit politischem Handeln zu verbinden, führte der Bezirksverband Koblenz
/ Rhein-Lahn am Gedenktag einen Infostand durch. Dort wurde über die Bedeutung des 27. Januar
informiert und das Gespräch mit Bürger*innen gesucht – gegen das Vergessen und für ein klares „Nie
wieder“.

Dabei kam es zu zwei Zwischenfällen. Zuerst versuchte eine unbekannte Person eine
Regenbogenfahne, welche am Stand befestigt war, abzureißen, dann warf eine andere unbekannte
Person einen Böller in den Stand. Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn verurteilt diese Angriffe. „Diese
Vorfälle zeigen, wie gefährlich es mittlerweile ist, ehrenamtlich politische Arbeit zu verrichten. Das
ausgerechnet am 27.01 ein Infostand zum Gedenken an das Leid des Holocaust attackiert wurde,
zeigt erneut, wie geschichtsrevisionistisch Teile unserer Gesellschaft mittlerweile sind. Dies ist kein
Einzelfall“, ergänzt Lisa Künster, Beisitzerin im Sprecher*innenrat.

Wir fordern eine nachhaltige Stärkung der politischen Bildung, den Schutz und die Förderung von
Gedenkstätten sowie eine klare Haltung staatlicher Institutionen gegen rechte Netzwerke und Gewalt.
Wer „Nie wieder“ sagt, muss auch heute konsequent handeln!

Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn steht für eine Gesellschaft, in der die Menschenwürde unantastbar ist
– und in der das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus untrennbar mit dem Kampf gegen
Ausgrenzung, Hass und Ungleichheit verbunden bleibt.

„Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdach- und Wohnungslosigkeit vor“ Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn übergibt 1000 €-Spende an das Mampf

Im Dezember 2025 war es zum neunten Mal, dass die Partei Die Linke in Koblenz die „Aktion gegen soziale Kälte“ veranstaltete. An den vier Samstagen vor Weihnachten stand Die Linke erneut mit ihrem roten Pavillon von 11 bis 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und beköstigte Obdachlose und Hilfsbedürftige sowohl mit selbstgekochter Suppe als auch Kaffee, Tee und Backwaren. Außerdem gab es wie in jedem Jahr Hygienetaschen und Taschen mit Lebensmitteln (z.B. gefüllt mit Lebensmitteldosen, Backwaren, Obst und Süßigkeiten) sowie einen Stand mit Kleiderspenden, mit Pullovern bis zu Wolldecken und Schlafsäcken. 

Zudem hatte Die Linke auch eine Spendenbox für das Mampf, das Obdachlosenrestaurant in Koblenz, aufgestellt. Den Spendenbetrag von ca. 800 Euro, der von der Partei auf 1000 Euro aufgerundet wurde, wurde nun am 30. Januar übergeben. 

Wolfgang Braun (Vorsitzender der Schachtel e.V., dem Verein hinter dem Mampf) bedankte sich bei der Linken für die Spende und betonte: „Das ist eine großartige Spende, doppelt so viel wie im letzten Jahr, vielen Dank! Allerdings haben wir das Anliegen, dass Menschen, die sich für wohnungslose Menschen einsetzen, auch Mitglied in unserem Verein werden.“ 

Ursula Rosenbaum (Die Linke Koblenz), die über das ganze Jahr hinweg die Sachspenden für die „Aktion gegen soziale Kälte“ sammelt sowie selbst Mitglied im Schachtel-Verein ist, betont: „Wir merken mit jedem Jahr, wie schlecht es den Menschen geht. Auffällig ist auch, dass viele junge Menschen dabei sind. Wie können wir das als Gesellschaft weiter zulassen? Wir versuchen für sie mit unserer Aktion da zu sein, aber das reicht bei Weitem nicht aus. Daher möchte auch ich nochmals sagen: Werdet Mitglied bei der Schachtel e.V. – damit die Lobby für Wohnungs- und Obdachlose größerer wird.“ Weitere Infos zur Mitgliedschaft hier: schachtel-koblenz.de 

Auf die Frage, was gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit getan werden kann, sagte Jürgen Michel (Streetworker bei Die Schachtel): „Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdach- und Wohnungslosigkeit vor. Im letzten ¾ Jahr hat sich die Zahl der Obdach- und Wohnungslosen in Koblenz um 50% erhöht – das liegt auch am fehlenden bezahlbaren Wohnraum. Wir haben derzeit in Koblenz nachweislich ca. 360 wohnungslose Menschen; inklusive Dunkelziffer kommen wir auf 600! Auch durch die neuen Sanktionen für Grundsicherungs-Beziehende wird sich für viele Menschen die Situation weiter verschlimmern. Umso wichtiger ist es, dass z.B. Kommunen sich stärker für eine dauerhafte Finanzierung von Obdachlosenhilfen und Housing First Programmen einsetzen“, so Michel.

Für Die Linke ist das Thema bezahlbarer Wohnraum besonders wichtig. Sie setzt sich u.a. dafür ein, dass illegal hohe Mieten effizienter erkannt und bestraft werden, dazu hat sie ein eigene App entwickelt, die sog. mietwucher.app, die auch für Koblenz gilt. Sie ist für alle nutzbar: www.mietwucher.app 

Abschließend möchte sich Die Linke bei allen Spender*innen sowie bei allen Helfenden am Stand bedanken, ohne die die „Aktion gegen soziale Kälte“ nicht möglich wäre.

Solidarität statt Ignoranz: Die Linke nun zum 9. Mal mit „Aktion gegen soziale Kälte“ am Koblenzer Hauptbahnhof

Es ist wieder soweit: Zum neunten (!) Mal wird an den letzten vier Samstagen vor Weihnachten (ab 29.11.) im Dezember von 11-15:00 Uhr ein roter Die Linke-Stand den tristen Bahnhofsvorplatz in Koblenz beleben. Mitglieder und Freunde der Partei Die Linke aus Koblenz und dem Rhein-Lahn-Kreis verteilen heiße Suppe, Getränke, warme Kleidung, Isomatten, Decken und mit wichtigen Alltagsdingen und Obst befüllte Taschen u.v.m. an alle, die es benötigen. Zudem werden für das Mampf (Wohnungslosenrestaurant) Spenden gesammelt. 

In einer Zeit, in der immer mehr Menschen unter der stetig wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich leiden, setzt Die Linke damit ein Zeichen der Solidarität mit denjenigen, die das ausbeuterische, ungerechte System mit allergrößter Härte getroffen hat. 

„Wohnungslosigkeit ist nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern ein gesellschaftliches Versagen. Wir wollen echten Zusammenhalt schaffen statt mit Sozialabbau den ohnehin schon Armen noch mehr wegnehmen, wie es gerade die Bundesregierung tut. Und wir reden nicht nur, wir machen auch. Daher stehe ich hier, jedes Jahr, seit 2017. Ich will, dass es anders wird, weil es anders geht!“, so Ursula Rosenbaum (83 Jahre), die von Beginn an die Aktion leitet und realisiert.

Allein in Koblenz sind nach groben Schätzungen der AWO ca. 500 Menschen ohne Wohnung, wobei die Dunkelziffer viel höher ist. Das derzeitige politische und wirtschaftliche System trägt zur Wohnungsnot und Verarmung weiter bei. So liegt für Koblenz der Bedarf an sozial geförderten Wohnungen bei ca. 1.300 - derzeit gibt es jedoch nur 680 solcher Wohnungen und bis 2040 werden rund 500 von ihnen aus der Bindung fallen. „Sozialer und bezahlbarer Wohnraum sind wichtige politische Fragen für Koblenz. Werden sie weiterhin nur halbherzig behandelt, wird nicht nur die Zahl der Wohnungslosen steigen, sondern auch weiter die soziale Kälte zunehmen“, so Daniel Steinhauser, Spitzenkandidat der Linken im Wahlkreis Koblenz. 

Die Linke lädt alle zu einer Beteiligung an der Aktion ein, die nicht länger Teil von Ausgrenzung und Ignoranz sein möchten. Interessierte können die Partei kontaktieren (Email: sprecherinnenrat@die-linke-koblenz.de) oder spenden: Materialspenden wie Konserven, Isomatten oder Hygieneartikel sind erwünscht sowie Parteispenden. Gebeten wird jedoch auf Kleiderspenden zu verzichten.

„Aufwärmen, sich stärken, ins Gespräch kommen und ein Zeichen für eine solidarische Gesellschaft setzen – das ist das Ziel unserer Aktion seit 9 Jahren“, so Ursula Rosenbaum abschließend.

Spendenkonto: 

IBAN: DE49 5705 0120 0000 2822 51

BIC: MALADE51KOB 

Sparkasse Koblenz

Email-Adresse: sprecherinnenrat@die-linke-koblenz.de

Nachbarschaft stärken, Gemeinsamkeiten feiern: Die Linke lädt zum Stadtteilfest in Koblenz-Neuendorf ein

Unter dem Motto „Nachbarschaft stärken, Gemeinsamkeiten feiern“ lädt der Bezirksverband Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn am Samstag dem 30.08. zum Stadtteilfest an den Grillwiesen in Neuendorf ein. Das Fest beginnt um 12 Uhr und bietet bis in den Abend die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen.

„Ein Stadtviertel wird durch die Menschen erst lebendig. Wir wollen den Anwohner*innen die Möglichkeit bieten, einander kennenzulernen und gemeinsam einen schönen Tag zu haben“, erläutert Lara Thum, Co-Sprecherin des Bezirksverbands.

Damit das gelingt, gibt es verschiedenste Leckereien, Getränke sowie Auftritte von lokalen Künstler*innen.
Tagsüber gibt es ein Kinder- und Familienprogramm. Ab 12 Uhr steht Kowelix, das Kinderspielmobil der Stadt Koblenz bereit, bevor um 14 Uhr der Comedy-Zauberer Tim Salabim Jung und Alt zum Staunen bringen wird.

„Eine gute Nachbarschaft zeigt sich in Solidarität und Hilfsbereitschaft. Wir wollen mit dem Fest den Menschen auch zeigen: Wir sind für euch da und nehmen eure Anliegen ernst!“, ergänzt Moritz Bartsch (Co-Sprecher).

Das Fest wird unterstützt durch DIE PARTEI. Oberbürgermeister-Kandidat David Dasbach wird ebenso an den Feierlichkeiten teilnehmen um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Der Abschluss wird mit zwei musikalischen Leckerbissen gefeiert. Die lokalen Bands ‚Coffee in Cambodia‘ und ‚Real Big Peanuts‘ laden bis Abends zum Tanzen und Feiern ein.

Alle interessierten Bürger*innen sind herzlich eingeladen, dazu zu kommen.

Mitgliederversammlung des Bezirksverbands Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn in Lützel

Am Mittwoch, den 18. Juni 2025, fand im Bürgerzentrum in Koblenz-Lützel die Mitgliederversammlung des Bezirksverbands Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn statt. Rund 30 Genoss*innen kamen zusammen, um gemeinsam über politische Entwicklungen, personelle Veränderungen und strategische Weichenstellungen zu beraten.

Ein zentrales Thema des Abends war die personelle Neubesetzung im Vorstand: Phil Fornalak trat als Schatzmeister zurück. Die Versammlung dankte ihm für sein Engagement der letzten Jahre. Als neuer Schatzmeister wurde einstimmig Christian Dahms gewählt. Zugleich wurde der Vorstand (Sprecherinnenrat) erweitert: Gerd Wiese, Val Weitzel und Lisa-M. Künster wurden als Beisitzerinnen neu in das Gremium gewählt. Damit umfasst der Vorstand nun neun Mitglieder – ein klares Signal für den kontinuierlichen Aufbau und die stabile Verankerung der Linken in der Region.

„Dass sich unsere Mitgliederzahl in den letzten Monaten verfünffacht hat, ist nicht nur Ausdruck der gesellschaftlichen Stimmung, sondern auch das Ergebnis harter Arbeit an der Basis“, erklärten Lara Thum und Moritz Bartsch, die beiden Co-Vorsitzenden des Bezirksverbands. „Wir freuen uns, dass diese Dynamik auch in einer stärkeren Beteiligung und einem erweiterten Vorstand sichtbar wird. Gemeinsam sind wir als Bezirksverband handlungsfähiger und kampagnenstärker denn je.“

Inhaltlich stand die Versammlung ganz im Zeichen kommunalpolitischer Positionierung. Nach intensiver Beratung und der Annahme mehrerer Anträge – teils eingebracht durch aktive Arbeitsgruppen – wurde beschlossen, die OB-Kandidatur von David Dasbach (Die PARTEI) in Koblenz offiziell zu unterstützen. Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn setzt damit ein deutliches Zeichen für eine progressive Alternative im anstehenden Wahlkampf.

Ein weiterer Höhepunkt war die Würdigung der erfolgreichen Gründung des neuen Verbandes Die Linke Rhein-Lahn. In der Versammlung wurde der Aufbau des Verbandes ausdrücklich begrüßt und den dort aktiven Genoss*innen für ihr Engagement gedankt.

Sebastian Dohn, Co-Sprecher des neuen Verbandes Rhein-Lahn, betonte:

„Mit der Gründung des Verbandes Rhein-Lahn schließen wir eine Lücke in der politischen Repräsentanz der Linken in unserer ländlich geprägten Region. Wir wollen als Anlaufstelle, Sprachrohr und Bewegung vor Ort wirken – nah bei den Menschen, nah bei den Konflikten.“

Auch aus Sicht des Bezirksvorstands ist die Entwicklung im Rhein-Lahn-Kreis ein wichtiger Meilenstein.

„Die Gründung des Verbands Rhein-Lahn stärkt unsere Struktur in der Fläche. Die Entschlossenheit der Aktiven dort ist beeindruckend – und genau das, was es braucht, um dem Rechtsruck und der sozialen Spaltung etwas entgegenzusetzen“, so Moritz Bartsch.

Lara Thum ergänzte: „Unsere Aufgabe als Bezirksverband ist es, solche Initiativen zu begleiten und zu unterstützen. Die Linke lebt vom Engagement ihrer Mitglieder – und der Rhein-Lahn-Kreis zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam für eine bessere Welt kämpfen.“

Für Rückfragen steht der Vorstand des Bezirksverbands gerne zur Verfügung.

Spenden der „Aktion gegen soziale Kälte“ aufgerundet und an das „Mampf“ übergeben!

Im Rahmen der „Aktion gegen soziale Kälte“ der Linken Koblenz/ Rhein-Lahn konnten
Spenden in Höhe von 500 Euro gesammelt werden. Am Dienstag, 28.01.2025, wurden
diese, zusammen mit Sachspenden in Form von Rucksäcken, Schlafsäcke und
Kleidung, an das „Mampf“ übergeben.

Die „Aktion gegen soziale Kälte“ ging im vergangenen Dezember in die 8. Runde. Wie jedes Jahr
war die Linke an 4 Samstagen mit einem Stand am Koblenzer Hauptbahnhof vertreten und verteilte
warme Kleidung, Hygieneartikel, Heißgetränke, eine warme Mahlzeit, Kuchen, sowie Lebensmittel
zum Mitnehmen. Außerdem wurden Decken, Schlafsäcke und Rucksäcke verteilt. Hintergrund der
Aktion sind die immer steigenden Miet- und Heizkosten, sowie die steigenden Lebensmittelkosten,
die besonders in den kalten Monaten für viele Menschen eine große Belastung darstellen.

Bei der „Aktion gegen soziale Kälte“ konnten 500 Euro Spendengelder gesammelt werden, die zu
100% an das „Mampf“ gehen. Das „Mampf“ ist ein Koblenzer Wohnungslosenrestaurant, in dem
Obdach- und Wohnungslose Menschen täglich ein Frühstück und ein warmes Mittagessen bekommen.
Das „Mampf“ ist zum Großteil Spenden finanziert und bietet neben den Mahlzeiten einen niedrigschwelligen
Zugang zu Unterstützung und Beratung.

Ursula Rosenbaum, ein Mitglied der Linken Koblenz/ Rhein-Lahn, sammelt jedes Jahr über das gesamte
Jahr hinweg Sachspenden für wohnungslose und obdachlose Menschen und veranstaltet maßgeblich
die „Aktion gegen soziale Kälte“. „Solidarität und linke Politik darf sich nicht nur in Worten
widerspiegeln, sondern muss gelebt werden. Wir als Partei hören zu und packen an. Wir sind entsetzt
darüber, dass die Stadt nur geringfügig für die Versorgung von obdach- und wohnungslosen Menschen
aufkommt. Sie ist verpflichtet, Obdachlosen Menschen einen Zugang zu einer gesunden Ernährung,
Übernachtungsmöglichkeiten und dem Zugang zu sanitären Einrichtungen zu gewähren. In
unseren Augen kommt die Stadt ihrer Verpflichtung nicht nach. Darauf wollen wir aufmerksam machen!“,
so die 82-Jährige.

Anika Gipp (Mitglied des Sprecher*innenrats der Linken Koblenz/ Rhein-Lahn ergänzt: „Solidarität
und eine Politik, die Armut und die damit verbundene Stigmatisierung und Ausbeutung von Menschen
bekämpft, sind Grundwerte der Linken. Besonders in einer Zeit, in der wir einen Rechtsruck
innerhalb unseres Parteiensystem erleben, und versucht wird, von Armut betroffene Menschen gegeneinander
auszuspielen, muss Solidarität die Antwort sein.“

Auch Moritz Bartsch (Co-Sprecher der Linken Koblenz/ Rhein-Lahn) stimmt zu: „Wir als Linke setzen
uns für einen bundesweiten Mietendeckel ein. Mieten werden erhöht, die Löhne jedoch nicht
entsprechend. Wohnen darf kein Privileg sein. Leerstand, während Menschen keine bezahlbare Wohnung
finden verdeutlicht, wie verschoben das System ist. Dagegen gilt es zu kämpfen.“

Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn verzeichnet starken Mitgliederzuwachs

Bundesweiter Rekord an Parteimitgliedern erreicht!

In den vergangenen zwei Wochen traten 57 neue Mitglieder in die Partei ein, sodass die Mitgliederzahl um 43% gestiegen ist. Diese Entwicklung spiegelt den bundesweiten Trend wider.

Nach der gemeinsamen Abstimmung von Union, FDP und AfD im Bundestag am vergangenen Mittwoch entschlossen sich viele Menschen deutschlandweit Der Linken beizutreten und dem Rechtsruck damit entgegenzuwirken. Innerhalb von 24 Stunden gingen 1.151 neue Anträge ein, in den darauffolgenden Tagen weitere 5.900. Mit Stand Montag, 03. Februar 2025, zählt Die Linke bundesweit 71.277 Mitglieder – so viele wie zuletzt im Jahr 2010.

„Viele Menschen sehen mit Besorgnis, wie rechte Kräfte zunehmend Einfluss gewinnen. Der starke Mitgliederzuwachs zeigt, dass viele aktiv werden wollen, um für soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus und eine solidarische Gesellschaft einzutreten“, erklären die Co-Sprecher*innen (Vorstand) des Bezirksverbands Koblenz / Rhein-Lahn, Lara Thum und Moritz Bartsch.

Sebastian Dohn, Vorstandsmitglied und verantwortlich für den Rhein-Lahn-Kreis, ergänzt: „Die gefallene Brandmauer zwischen CDU und AfD hat viele Menschen wachgerüttelt. Der Schulterschluss im Bundestag zeigt, wie weit sich konservative Kräfte nach rechts öffnen. Doch statt Resignation erleben wir eine Politisierung, die sich in steigenden Mitgliedszahlen ausdrückt. Viele Menschen erkennen, dass es jetzt darauf ankommt, aktiv zu werden und sich für eine demokratische und soziale Gesellschaft einzusetzen.“

Der Bezirksverband Koblenz / Rhein-Lahn freut sich über das wachsende Engagement und lädt alle Interessierten ein, sich politisch zu beteiligen. Gemeinsam setzen wir ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck und für eine gerechtere Gesellschaft.

*Zahlenupdate Stand 11.02.2025:
Mitgliederzahl Bundesweit: 81.210
Mitgliederzahl BV Koblenz / Rhein-Lahn: 220

„Wir sind die Brandmauer!“

Über 500 Menschen demonstrieren gegen die Zusammenarbeit von CDU und AfD im deutschen Bundestag

Einen Monat vor der Bundestagswahl haben Friedrich Merz und die Union ihr eigenes Wort gebrochen und im deutschen Bundestag einen Antrag mit den Stimmen der in Teilen gesichert rechtsextremen AfD durchgebracht. Dieser Tabubruch hat einen Aufschrei in der Zivilbevölkerung nach sich gezogen und für Entsetzen gesorgt. Um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen, folgten mehr als 500 Menschen jeder Lebenslage dem Aufruf der Linken (Bezirksverband Koblenz / Rhein-Lahn) am 30.01.2025 am Koblenzer Zentralplatz gegen den Schulterschluss der Konservativen und der extremen Rechten zu demonstrieren. Nach mehreren Reden und einem Zwischenstopp vor dem CDU-Parteibüro, zogen die Demonstrierenden an den Reichenspergerplatz um friedlich den Opfern des Nationalsozialismus zu Gedenken.

Insgesamt 15 Redner*innen von verschiedenen demokratischen Parteien sowie aus der Zivilbevölkerung sprachen sich laut und deutlich gegen diesen historischen Bruch mit unseren demokratischen Werten aus. „Die Empörung und das Entsetzen innerhalb der Bevölkerung war direkt nach der Bundestagsdebatte schon spürbar. Da die nächste Abstimmung für den folgenden Freitag angesetzt war, war uns klar, dass wir schnell und deutlich reagieren mussten. Dass sich so schnell ein breites Bündnis an Redner*innen zusammengefunden hat, zeigt, dass der Antifaschismus noch stark in unserer Zivilbevölkerung verankert ist und dass wir diese menschenfeindliche Politik in unserem Land nicht wollen!“, so Moritz Bartsch (Co-Sprecher, Die Linke, Bezirksverband Koblenz / Rhein-Lahn), Organisator der Demonstration.

Neben Vertreter*innen der demokratischen Parteien Die Linke, SPD, Die Grünen und Die PARTEI kamen u.a. auch Angehörige der Sinti und Roma in Koblenz, der Organisation Stonewall, der Linksjugend ['solid], sowie des VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen) zu Wort. Allen Redner*innen gemein war der Wunsch, ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung, gegen Rassismus und Fremdenhass, und für Menschenwürde und eine offene Gesellschaft zu setzen.

„Zwei Tage nach der Erinnerung an Auschwitz wurde von der CDU, nicht nur von Merz, auch von Josef Oster, mit der AfD paktiert. Wenn Faschist*innen jubeln, sollte jeder Mensch wissen, dass etwas falsch ist. Die bewusste Entscheidung von CDU und FDP, eine Mehrheit jenseits der demokratischen Kräfte zu suchen, zeigt, wie weit sie bereit sind die Werte des Grundgesetzes zu verraten. Daher auch unsere klare Forderung an alle demokratischen Parteien: Schließt eine Koalition mit der CDU und FDP aus! Nie wieder Faschismus bedeutet wehret den Anfängen!“, meinte Oliver Antpöhler-Zwiernik (Direktkandidat, Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn).

„Es ist schon absurd, dass eine Partei, welche uns Linken seit Jahren Extremismus vorwirft, keine Scheu davor hat, erst die extremistischen Punkte der Rechten zu übernehmen, dann mit diesen paktiert, um den Antrag durch den Bundestag zu bringen, und danach die Dreistigkeit besitzt, demokratischen Parteien vorzuwerfen der CDU nicht zu einer Mehrheit geholfen zu haben. Herr Merz, das war versuchte Erpressung und eines Bundeskanzlers gänzlich unwürdig!“, ergänzte Bartsch.

Die Notwendigkeit der Demonstration zeigt sich darin, dass sie den Auftakt zu mehreren Veranstaltungen gemacht hat. Bereits am Samstag, 01.02.2025, gab es auf dem Münzplatz eine weitere Kundgebung und auch am Freitag, 07.02.2025, gibt es eine Demonstration im Koblenzer Industriegebiet gegen den Faschismus in Deutschland. Als überzeugt antifaschistische Partei wird Die Linke dort ebenso vertreten sein.

„Unsere Gesellschaft braucht eine radikal soziale Wende“

Wahlkampfveranstaltung der Linken in Koblenz sorgt für volles Haus im Circus Maximus

Rund 300 Besuchende verfolgten den fast einstündigen Auftritt von Gregor Gysi am 21.01. im Circus Maximus. Viele weitere Interessierte mussten leider draußen bleiben und sorgte für lange Schlangen vor der bekannten Club- und Restaurant-Location in Koblenz am Dienstagabend.

„Wir bedauern, dass nicht alle Interessierten einen Platz bekommen haben und möchten uns bei ihnen entschuldigen. Mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet – werten das aber als Interesse an unserer Partei“, so Moritz Bartsch (Co-Sprecher Die Linke Koblenz). „Nach dem Abend können wir uns über 3 weitere Mitglieder freuen und laden alle Interessierten ein, bei uns mitzumachen“, ergänzt Loriana Metzger (Stadträtin Die Linke-PARTEI-Fraktion), die gemeinsam mit Bartsch durch den Abend führte.

Das Vorprogramm zu Gysi bildeten Oliver Antpöhler-Zwiernik, Direktkandidat für den Wahlkreis Koblenz, und Julia-C. Stange, Spitzenkandidatin für Rheinland-Pfalz, bestritten. Antpöhler-Zwiernik betonte in seiner Rede vor allem die Wichtigkeit, sich konsequent gegen Rechts zu stellen: „Das berechtigte Aufbäumen zum Schutze der Demokratie bringt alleine nichts, wenn die demokratischen Mittel ungehindert dafür genutzt werden, ebenjene auszuhöhlen. Die Demokratie war schon einmal Steigbügelhalter des Faschismus und kann es auch wieder sein. Umso fassungsloser bin ich, wenn die Bundesregierung in Zeiten des Rechtsrucks große Einsparungen bei der politischen Bildung durchsetzt.“

Julia-C. Stange, Fachkinderkrankenschwester und Gewerkschafterin, machte vor allem auf soziale Aspekte aufmerksam und betonte: „Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Aber was nützt all dieser Reichtum, wenn er nicht bei den Menschen ankommt? Während einige immer reicher werden stehen andere vor der Frage, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen und immer mehr Kolleg*innen in der Pflege, in der Industrie, in den Schulen, in den KiTas brechen zusammen unter der Last, unter der Überarbeitung, unter Existenzängsten und der fehlenden Wertschätzung. Das ist nicht gerecht und das ist nicht hinnehmbar. Ich bin überzeugt, unsere Gesellschaft braucht eine radikal soziale Wende!“

Auch Gysi, der umfassend die Positionen der Linken zum Bundestagswahlkampf präsentierte, betonte insbesondere die Notwendigkeit einer sozialen Wende: „Die fünf reichsten Deutschen – da ist keine Deutsche dabei, das sind nur Männer – haben ein Vermögen, das größer ist, als das Vermögen der ärmeren Hälfte unserer Bevölkerung, d.h. als 42 Millionen Menschen“, rechnete Gysi vor: „Diese fünf Menschen haben seit 2020 ihren Reichtum von etwa $ 89 Mrd. auf $ 155 Mrd. gesteigert, während die Realeinkommen und Realrenten gesunken sind und zwar weil die Preissteigerungen immer höher waren als die Steigerung der Löhne und Renten (…) Ich kann nicht glauben, dass diese fünf Menschen mehr leisten als diese 42 Millionen Menschen. Das ist nichts anderes als eine grobe soziale Ungerechtigkeit.“ Für Die Linke ist hierfür u.a. eine Vermögenssteuer einer der wichtigsten Mittel, wie Gysi betonte: „Es wird höchste Zeit, dass dies geschieht. Deshalb Ihre Stimme am 23. Februar für Die Linke!“.

Der Sprecher*innenrat von Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn bedankt sich für das große Interesse, für den tosenden Applaus sowie die anregenden Diskussionen nach der Veranstaltung.

Die gesamte Veranstaltung zum Nachschauen: https://www.youtube.com/live/X8T1nB6O7Qs?si=D5I0HypazqR3KHhZ